Was kosten Businessfotos und Mitarbeiterfotos? Preisbeispiele 2026
Die Frage nach den Kosten steht bei fast jeder Anfrage ganz am Anfang. Das ist verständlich, denn meistens muss ein Budget eingeplant oder intern freigegeben werden, bevor es konkret wird. Eine pauschale Antwort gibt es leider trotzdem nicht. Die Kosten für ein Fotoshooting im Unternehmen hängen von mehreren Faktoren ab: wie viele Personen oder Motive es sind, wo fotografiert wird und wofür ihr die Bilder nutzen wollt.
Zumindest eine grobe Orientierung ist aber möglich. Für Mitarbeiterfotos von zehn Personen an einem halben Tag bei euch vor Ort solltet ihr beispielsweise mit rund 1.500 € netto rechnen. Darin enthalten sind Lichttechnik, das Shooting, ein bearbeitetes Porträt pro Person und die Nutzungsrechte für Website und Social Media.
In diesem Artikel gebe ich euch verschiedene Preisbeispiele, schlüssele auf, wie sich der Preis zusammensetzt und was ihr für euer Budget bekommt und wo ihr sinnvoll sparen könnt.
Mitarbeiterfotos oder Businessfotos: der Unterschied beim Preis
Mitarbeiterfotos sind Porträts im einheitlichen Look, meist vor einem Hintergrund, der für alle gleich ist. Sie landen auf der Teamseite, in E-Mail-Signaturen und auf LinkedIn. Businessfotos zeigen euer Unternehmen: Räume, Arbeitsplätze, Besprechungen, Produktion oder Teams im Arbeitsalltag.
Für den Preis ist dieser Unterschied wichtig. Bei Mitarbeiterfotos bestimmt meist vor allem die Zahl der Personen den Aufwand. Bei Businessfotos sind es die Zahl der Motive und wie aufwendig deren Gestaltung und die Lichtsetzung sind.
Was Mitarbeiterfotos kosten: drei Rechenbeispiele
Die folgenden Beispiele gehen von einem Shooting bei euch vor Ort aus, mit einem einheitlichen Hintergrund und einem bearbeiteten Porträt pro Person.
| Teamgröße | Zeitrahmen | Preis netto | mit Hair & Make-up |
| 5 Personen | halber Tag | 1.200 € | 1.600 € |
| 10 Personen | halber Tag | 1.500 € | 1.900 € |
| 20 Personen | ganzer Tag | 2.800 € | 3.600 € |
In allen drei Varianten sind enthalten:
- Planung und Abstimmung vorab
- Aufbau und Abbau des mobilen Studios mit Licht und Hintergrund
- das Shooting mit etwa 15 Minuten pro Person
- eine Online-Galerie mit Vorauswahl, aus der ihr die Bilder auswählt
- ein bearbeitetes Porträt pro Person
- die Nutzungsrechte für Website und Social Media
Hair & Make-up ist optional und kostet etwa 400 Euro für einen halben Tag und 700-800 Euro für einen ganzen Tag. Gerade bei Mitarbeiterfotos empfehle ich eine Maske dazuzubuchen. Warum sich das lohnt, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben: Warum sich eine Visagistin für Mitarbeiterfotos lohnt.
Wenn ihr Fotos vor einem zweiten Hintergrund oder ein Bild am Arbeitsplatz benötigt, plant etwas mehr Zeit ein. Das erhöht den Preis entsprechend.
Was Businessfotos kosten
Bei Businessfotos gibt es keine Personenzahl, an der sich der Preis ablesen lässt. Entscheidend ist, wie viele Motive ihr braucht und wie unterschiedlich sie sind. Für jede neue Lichtsituation, etwa vom Empfang in die Werkstatt und von dort in den Besprechungsraum, rechne ich 20 bis 30 Minuten zum Einrichten.
Für ein professionelles Shooting solltet ihr mit mindestens 1.400 € netto rechnen. Damit lassen sich an einem halben Tag mehrere Motive umsetzen, zum Beispiel Arbeitsplätze, eine Besprechung und eine Teamszene. Größere Produktionen mit mehreren Bereichen oder Standorten plane ich als ganzen Tag.
Am meisten bekommt ihr für euer Budget, wenn die Motive vorher feststehen. Mit einer abgestimmten Motivliste lässt sich der Tag so planen, dass möglichst wenig Zeit zwischen den Motiven verloren geht.
Was im Preis steckt, das man am Ende nicht sieht
Ein Fotoshooting besteht nicht nur aus dem Termin selbst. Ein guter Teil der Arbeit passiert davor und danach.
Vor dem Termin klären wir, wofür ihr die Bilder braucht und welche Motive dafür sinnvoll sind. Nicht jedes Unternehmen braucht eine Bildstrecke aus dem Lager, und nicht jedes Team braucht ein Gruppenfoto. Dazu kommt die Planung des Ablaufs: welcher Raum sich eignet, wie der Zeitplan mit festen Slots aussieht, was die Mitarbeitenden anziehen sollten und wer bei euch Ansprechpartner am Tag ist.
Nach dem Termin erhaltet ihr eine Online-Galerie mit einer Vorauswahl. Ihr trefft die Auswahl, ich bearbeite die gewählten Bilder und liefere sie in den Formaten, die ihr braucht.
Was in der Bearbeitung enthalten ist
In allen genannten Preisen ist eine natürliche Standardretusche enthalten. Dazu gehören Farbkorrektur und ein einheitlicher Look über alle Porträts hinweg, das Entfernen von Hautunreinheiten, leicht aufgehellte Zähne und dezent geglättete Falten.
Nicht enthalten sind aufwendige Eingriffe wie Composings, bei denen Bildteile ausgetauscht oder Personen in einen anderen Hintergrund montiert werden. Gesichts- und Körperformen verändere ich grundsätzlich nicht.
Nutzungsrechte: wofür ihr eigentlich bezahlt
Bei einem Fotoshooting bezahlt ihr nicht nur den Termin, sondern vor allem die Nutzung der Bilder. Ein Porträt steht oft jahrelang auf der Website, im LinkedIn-Profil und in Präsentationen. Ein gutes Bild vom Unternehmen begleitet euch über mehrere Kampagnen. Je breiter und länger ihr die Bilder nutzt, desto mehr sind sie wert, und das spiegelt sich im Preis.
In den Beispielen oben sind die Nutzungsrechte für Website und Social Media enthalten. Das umfasst auch die LinkedIn- und Xing-Profile eurer Mitarbeitenden und reicht für die meisten Unternehmen aus. Braucht ihr die Bilder zusätzlich für Print, Werbekampagnen oder zur Weitergabe an eine Agentur, erweitere ich die Rechte entsprechend. Mehr dazu im Artikel über Nutzungsrechte bei Fotos.
Wo ihr sinnvoll sparen könnt
Gespart wird bei einem Fotoshooting am besten durch gute Planung, nicht durch eine billigere Produktion.
Bedarf genau festlegen. Welche Bilder braucht ihr wirklich, und wo werden sie eingesetzt? Motive, die „auf Vorrat“ entstehen, werden oft nie genutzt.
Motivliste und Zeitplan vorab. Je klarer der Ablauf, desto mehr passt in denselben Termin. Das gilt für feste Slots bei Mitarbeiterfotos genauso wie für die Reihenfolge der Motive bei Businessfotos.
Alle an einem Termin. Ein gemeinsamer Termin ist fast immer günstiger als mehrere kleine, weil Anfahrt und Aufbau nur einmal anfallen.
Nutzungsrechte passend wählen. Wenn ihr die Bilder nur auf der Website und in Social Media einsetzt, braucht ihr keine Rechte für Printkampagnen.
Nachshootings vermeiden. Kleidung, Hintergrund und Look sollten vorher abgestimmt sein. Ein zweiter Termin, weil die Farben nicht zur Website passen, ist die teuerste Variante.
Nicht sparen solltet ihr an der Zeit pro Person und an der Bearbeitung. Ein gehetztes Shooting sieht man den Bildern an, und diese Bilder nutzt ihr über Jahre. Genau hier hilft die Beratung vor dem Termin: Sie kostet euch nichts extra und spart am Ende oft mehr, als sie Aufwand macht.
Was ich für ein Angebot von euch brauche
Für ein erstes Angebot reichen mir ein paar Angaben:
- wie viele Personen fotografiert werden sollen bzw. welche Motive ihr braucht
- wo das Shooting stattfinden soll
- wofür ihr die Bilder nutzen wollt
- einen groben Zeitraum
Ich arbeite von Köln aus im gesamten Rheinland, in Düsseldorf und im Ruhrgebiet und bin für Projekte auch bundesweit unterwegs. Schreibt mir, was ihr plant, dann bekommt ihr ein Angebot, das zu eurem Vorhaben passt.




